Saison 2011
ACC Finale Schrems!
Foto Edi E.
Mit großer Vorfreude ging es für Auer zum letzten Lauf in Schrems, ist es doch mehr oder weniger ein Heimrennen für Ihn. Seit Ende der 90er Jahre trainiert er regelmäßig auf der schnellen Motocross Strecke und kennt mittlerweile jeden Stein beim Vornamen.
So profitierte er auch nach dem Start gleich vom Heimvorteil und konnte in der ersten Runde ordentlich Tempo machen, von Position 8 erwischte er einen super Start und kam als 6. aus den ersten Kurven, schnell konnte er Wimbner und Neisser (beide Stmk.) überholen und den Sichtkontakt zum drittplatzierten Walzer aufrechterhalten. Leider rutschte ihm dann nach ca. 20 Minuten in einer Linkskurve das Vorderrad weg und er verlor wieder zwei Plätze. In der Folge entwickelte sich ein spannender Zweikampf über die nächsten 40 Minuten mit Matthias Wibner um Rang 5. Die beiden wechselten mehrmals die Position und fuhren sich sogar zweimal in der Hitze des Gefechts ins Motorrad. Beide Male gingen die Zusammenstöße aber ohne Sturz aus.
Für die letzten 30 Minuten waren dann die Positionen bezogen. Auer sicherte sich mit Rang fünf wieder ein Top Ergebnis beim Finale der härtesten Meisterschaft Österreichs. Durch den Ausfall in Mattighofen fehlte Auer eines der 5 Rennen der ACC, wodurch er diese 2011 Gesamt auf Rang sieben abschließt.
ACC Champion 2011 wurde der Ex-Motocross Staatsmeister Seppi Fally vor dem mehrfachen ACC Meister Rudi Pöschl aus Tirol und dem Vorjahressieger Mario Hirschmugl.
Auer wird die Saison mit dem einen oder anderen freien Endurorennen ausklingen lassen und schön langsam die Vorbereitungen für die Saison 2012 beginnen.
ACC Türnitz 2011 - Enduro vom Feinsten
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Ein großes Lob an die Veranstalter in Türnitz, innerhalb weniger Jahre gab es 2011 bereits die 3. neue Strecke und die war wie gewohnt erste Klasse. Vom Schwierigkeitsgrad schien sie etwas einfacher als Ihre beiden Vorgängerinnen, was aber auch daran liegen könnte, dass es in Türnitz bisher fast immer geregnet hat. Heuer war die Piste trocken bis staubig, nur eine Durchfahrt durch einen kleinen Bach vergrößerte sich durch mitgenommenes Wasser auf eine 150 Meter lange Schlammpassage.
Ansonsten bot die Strecke sehr viel Abwechslung, ein sehr schnelles Wiesenstück mit natürlichen Sprüngen, einen lässigen Abschnitt neben Eisenbahnschienen auf dem sich das Schotterbett der Gleise zu einem leicht welligen Speedabschnitt entwickelte, schnelle Forstwege mit großen Anliegern, wurzelige Waldpassagen und kernige Auffahren sowohl im Wald, als auch in einem Steinbruch der ein wenig an das Kaolinwerkenduro erinnerte.
Das Renngeschehen hatte einiges an Überraschungen parat. So hatte zum Beispiel Mario Hirschmugl entweder irgendein technisches Problem oder kam mit der Strecke überhaupt nicht zurecht. Rang 8. ist sein schlechtestes Ergebnis 2011.
Spannend war der Kampf um die Plätze vier bis sieben. Vier Fahrer kamen innerhalb von nur 10 Sekunden ins Ziel. Markus Auer konnte sich nach dem Start auf Platz acht, relativ schnell auf den vierten Platz nach vorne schieben und kontrollierte ab ca. 4 Runden vor Schluss einen komfortablen 20 Sekunden Vorsprung auf Patrick Neisser. Wegen der Hitze hatte Auer aber seinen Trinkrucksack schon nach nur 1h 15min geleert und das rächte sich in den letzten beiden Runden. Die Konzentration ließ merklich nach und als Draufgabe platzte auch noch eine ca. 3cm große Blase auf der Rechten Hand auf. In der Folge musste er zweimal kurz zu Boden und Neisser war danach direkt an seinem Hinterrad. In einer Waldauffahrt konnte Neisser in der letzten Runde dann an ihm vorbeigehen. Im Ziel trennen Auer und Neisser nur 1,4 Sekunden. Schade um den 4. Platz, trotzdem ist Rang 5 das bisher beste Saisonergebnis des Gusentalers in Königsklasse des österreichischen Endurosports. Mit nur rund 5 Sekunden Abstand kamen die Tiroler Schöpf Bernhard und Matthias Wibner ins Ziel.
Auer war mit seinem Ergebnis wieder deutlich bester Oberösterreicher. Gewonnen hat das Rennen der souverän fahrende Steirer Seppy Fally, vor seinen Landsmann Bernhard Walzer und Daniel Stocker.
Das nächste Rennen für Auer ist das Finale zur Enduro Trophy ÖM in St. Georgen in der Stmk. Nur eine Woche später ist dann das Finale der ACC in Schrems (NÖ), aus heutiger Sicht stehen die Chancen gut, dass sich Auer dort noch Gesamtrang 6 in der Meisterschaft sichern kann, nachdem er aktuell auf dem 7. Rang liegt (bedingt durch einen Ausfall beim 3. Lauf durch technischen Defekt).
Zwei Kämpfer vom MSC Kefermarkt stellten sich in der Sport B ebenfalls der Herausforderung und zeigten gute Leistungen. Helmut Bodingbauer wechselte kurzfristig von seiner 300er auf die 200er KTM und kam damit sehr gut zurecht. Gestartet von Startplatz 60 kämpfte er sich zwischenzeitlich unter die Top dreißig nach vorne. Eine verbesserungsfähige Boxenstrategie kostete ihm allerdings ganz knapp die Chance auf eine zusätzliche Runde und so wurde es am Ende der 35. Rang.
Der Vereinsobmann Freudenthaler Christoph ging als 9. ins Rennen und kam nach der ersten Runde auf Platz 8. bei der Box vorbei. Zwischenzeitlich lag er sogar auf Platz 6, bis ihm dann innerhalb von zwei Runden das Pech förmlich an den Stollen klebte. Teilweise unverschuldete Stürze und eine kraftraubende Versenkung der Husaberg in einer tiefen Spurrille warfen ihn zurück auf Rang 18. Nachdem es das Wort "Aufgeben" im Wortschatz unseres Obmannes aber nicht gibt, schüttelte er das Pech ab, drehte ordentlich am Gas, zeigt mit der schnellsten persönlichen Rundzeit in der letzte Runde was in Ihm steckt und arbeitete sich noch auf den 13. Platz nach vorne.
Motocross MSC Kefermarkt
Am verlängerten Wochenende traf sich Oberösterreichs Motocross Elite in Kefermarkt. Oberhalb der Stiftsbrauerein Weinberg wurde auf einem Feld eine einzigartige, flüssige Naturstrecke angelegt. Hätten die Fahrer die Zeit dazu könnten Sie während den bis zu 30 Meter weiten Sprüngen den Blick bis ins Salzkammergut genießen. Selbst die zahlreichen Fans hatten keine Zeit für einen Blick, dafür waren die Rennen viel zu spannend. Der Club rund um Obmann Christoph Freudenthaler hatte mit 80 Helfern perfekte Voraussetzungen geschaffen.
Weil das Rennen am Montag zum OÖ-Motocross Cup zählte waren sämtliche Top Piloten Oberösterreichs am Start. Mittendrin die zwei Aushängeschilder des MSC Kefermarkt und ANTIAS Teamkollegen, Junior Alexander Banzirsch und Endurocrack Markus Auer.
Am Sonntag veranstaltete der MSC zusätzlich zum Motocross auch noch ein Endurorennen mit Spezialhindernissen, wie zum Beispiel einem VW Golf, Baumstämmen oder Steilhängen. Das Endurorennen war dann auch fest in Kefermarkter Hand, Auer holte souverän beide Laufsiege. Dabei hatte er im ersten Lauf besonders viel Arbeit, weil er durch einen unglücklichen Sturz in der ersten Runde, dem Feld mit mehreren hundert Metern Rückstand nacheilen musste. Für seine erst 13 Jahre besonders routiniert, holte sich sein Clubkollege, Alexander Banzirsch auf seiner Antias KTM ebenfalls beide Laufsiege in der 85ccm Klasse.
Am Montag herrschten dann erschwerte Bedingungen, erstens kamen einige zusätzliche sehr schnelle Fahrer von den MX Mastern aus Mehrnbach nach Kefermarkt und zweitens hatte es die ganze Nacht fast pausenlos geregnet. Schon nach dem Training war die Strecke mit tiefen Furchen übersäht und sehr schwer zu fahren. Der für sein Alter groß gewachsene Banzirsch hatte auf dem schweren Boden eindeutig Leistungsnachteile gegen seine bis 30 Kilo leichteren Konkurrenten. Trotzdem lieferte er den Rund 1.000 Zuschauern eine atemberaubende Show. Er duellierte sich die gesamte Renndistanz mit Lukas Prammer vom MSC Neusserling um den ersten Rang und musste sich am Ende nur um wenige zehntel Sekunden geschlagen geben.
Beim OÖ-Cup gibt es keine Enduroklasse Auer konnte daher mit seiner straßenzugelassenen ANTIAS Enduro nur in der Hubraumoffenen OPEN Klasse - die TOP Liga in Oberösterreich - starten. Im ersten Durchgang kämpfte er über die volle Distanz in einem Fünfer Pulk um die Spitze, Am Ende Rang drei hinter Georg Hammerl und Christoph Schuller. Im zweiten Lauf gelang ihm ein super Start, er bog als zweiter in die erste Kurve und attackierte den Führenden Hammerl drei Runden lang bei jeder Gelegenheit. Leider kostete ihm ein Ausrutscher einige Meter und nach einem weiteren kleinen Sturz ging sich auch im zweiten Lauf wieder der dritte Rang aus.
ACC #3 Nagycenk, pannonische Staubpartie...
Beim dritten Lauf zur ACC ging es nach Nagycenk in Ungarn. Das riesige Gelände ist eine permanente Trainingsstrecke mit zwei Motocross Strecken und einem sehr abwechslungsreichen Enduroteil. Als Trainingsgelände ist Nagycenk bestens geeignet, für ein Rennen mit so vielen Teilnehmern leider weniger. Nach dem Staubchaos im letzten Jahr wartete wieder eine vollkommen ausgetrocknete Piste auf die Fahrer. Dementsprechend gering war auch das Interesse der Fahrer – es waren in allen Klassen deutlich weniger Fahrer am Start als bei allen anderen ACC Läufen.
Wie im letzten Jahr war dann auch Überholen nach dem Start praktisch nicht mehr möglich (letztes Jahr war Auer nach dem Start 5. und wurde auch 5.). Dieses Jahr war Auer nach dem Start auf Rang 8. und wurde auch 8er. Er konnte auf den vor ihm fahrenden Bernhard Walzer immer einen Abstand von ca. 20 Sekunden halten. Sobald er etwas aufholte war der Staub, den Walzer auf den Geraden hinterließ, so dicht, dass er wieder Tempo herausnehmen musste. Auf ein Aufholen bis auf Schlagdistanz war ohne einen groben Fehler von Walzer nicht zu denken, einen solchen leistete sich der Routinier allerdings nicht.
Ein Highlight auf der Runde war die Husaberg Auffahrt. Eine extrem steile Auffahrt bei der der letzte Meter sogar überhängend ist. Alle Pro's kämpften sich dort nach oben, einige nur mit spektakulären Luftständen und auch Stürzen, aber die Umfahrung dauerte mit mehr als einer Minute einfach zu lange. Auer kämpfte sich ebenfalls jede Runde hinauf, sogar ohne einen einzigen Sturz, aber doch mit ordentlich Herzklopfen, denn rückwärts wieder nach unten zu stürzen hätte wahrscheinlich doch weh getan. Link zu einem Youtube Video von dem Hang
Nachdem Auer durch einen undichten Kühler (Sturzbedingt) beim 2. Lauf in Mattighofen bereits den Streicher verbraucht hat, waren die Punkte in Nagycenk wichtig um die Chancen auf einen Top 5 Platz in der Gesamtwertung zu bewahren. Die Strecken die noch kommen liegen Auer sehr gut. In Türnitz leiden die Motocrosser jedes Jahr an den Millionen Wurzeln und Schrems ist für ihn wie ein Heimrennen, weil er dort seit 10 Jahren regelmäßig trainiert.
Es geht jetzt in eine lange Pause bei der ACC, der nächste Lauf findet erst Anfang September in Türnitz statt. Das heißt aber nicht, dass keine Rennen gefahren werden. Der Rennkalender bietet viele Möglichkeiten, zwei Enduro Trophy Läufe, zwei Enduro Masters (Granitbeisser und Ampflwang), der OÖ-Cup in Herzogsdorf, das Kaolinwerkenduro und das großartige Motocross Wochenende in Kefermarkt.
ACC #2 Mattighofen, Holz ist härter als ein KTM Kühler..
Große Hitze und eine enorm ausgetrocknete Strecke erwarteten die 409 Starter bei der ACC in Mattighofen letztes Wochenende. Auer ging mit guten Erwartungen in das Rennen, vor allem weil er davor viel am Motorrad trainiert hatte.
Der Start klappte einwandfrei, wie jedes Jahr entschied sich Auer beim Mattighofener Bergab-Start das Motorrad die ersten drei Meter einfach nur zu schieben und danach anlaufen zu lassen - Rang 7. nach der ersten Runde.
Diesen Platz konnte Auer auch eine gute Stunde halten und einen komfortablen Vorsprung auf den 8. Platzierten herausfahren. Leider ging bei einem Sturz auf einen Baumstumpf der linke Kühler kaputt und er musste um keinen Motorschaden zu riskieren das Rennen beenden.
Die ACC hat endlich begonnen - und wie!
Die Burg Hochosterwitz bot ein würdiges Panorama für den Start der obersten Liga des österreichischen Endurosports. Am Start war alles was Rang und Namen hat. Der mehrfache Europa- und Staatsmeister Werner Müller, der ACC-Titelverteidiger Mario Hirschmugl, der schnelle Motocrosser Seppi Fally, die Endurostaatsmeister Bernhard Walzer und Markus Tischart, der mehrmalige ACC Champ Rudi Pöschl und viele mehr - insgesamt mehr als 400 Starter in allen Klassen. Mit diesen Schwergewichten wird der Gallneukirchner Amateur Markus Auer die ganze Saison zu kämpfen haben und versuchen die Hierarchie zumindest in einigen Rennen auf den Kopf zu stellen.
Mit Spannung erwarteten die zahlreichen Zuschauer den Höhepunkt der des Tages, den Start der Profi Klasse um 16 Uhr. Sie wurden nicht enttäuscht. Die lehmige Strecke war vom nächtlichen Regen sehr griffig und erlaubte enormes Tempo in den ersten Runden.
Der Start verlief ohne Zwischenfälle, nur Rudi Pöschl warf in der Hitze des Gefechts seine 570er Husaberg gleich in den Kärntner Dreck.
Die PRO's hämmerten die langen Steilgänge absolut am Limit hinauf und erfüllten die Motorsportarena mit donnerndem 4- und 2-Takt Sound. Das Feld war eng beisammen und Auer auf seiner Antias KTM mit Huemer Betonbohrtechnik Support mittendrin. Die Positionen wechselten jede Minute, Auer kämpfte mit Tischart und Walzer im Bereich von Rang 8 für mehrere Runden. Nach einer halben Stunde Fahrzeit würzte ein gewittriger Regenschauer die Kämpfe noch einmal kräftig nach. Der Lehmboden verwandelte sich in einen rutschigen Eislaufplatz. Die Top Fahrer ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, und zeigten Ihre Klasse auf dem schwierigen Terrain. Nach nur 15 Min. war der Regen vorbei und für die restliche Stunde Fahrzeit trocknete die Sonne die Strecke wieder etwas auf.
In der Box spielte sich kurz darauf ein Drama ab: Der bis dahin Führende mehrfache Europameister Werner Müller wurden beim Tanken durch ein Missgeschick seiner Betreuer im Schritt, am Bauch und den Beinen mit Benzin übergossen, der laut Zuschauerberichten auf den Auspuff tropfte und sich in einer Stichflamme entzündete. Müller wurde mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus transportiert. Zum Glück kam kurz nach Rennende die Entwarnung, die robuste Motorradbekleidung hat Müller vor gröberen Verletzungen bewart und er durfte das Krankenhaus bereits wieder verlassen.
Mittlerweile hatte Auer die Verfolger Walzer und Bierbaumer abgeschüttelt und attackierte den Osttiroler Matthias Wibmer im Kampf um Platz 7. Das Rundenlange Duell in dem sich die beiden mehrmals gegenseitig überholten entschied sich in der vorletzte Runde, als Auer in einer steilen Waldpassage mit einem überrundeten Fahrer kollidierte und kurz zu Boden musste. Rang 8. war somit das Endergebnis.
Gewonnen hat das Rennen Seppi Fally (Kawasaki) vor Rudi Pöschl (Husaberg) und Mario Hirschmugl (KTM).
Insgesamt muss festgehalten werden, dass das Niveau extrem gestiegen ist. Auer wurde letztes Jahr nach ca. 1h 30min. vom auch damals Führenden Seppi Fally überrundet und erreichte trotzdem Rang 7. Dieses Jahr fehlten Fally auf der gleichen Strecke nach über 2h Fahrzeit noch mehrere Minuten bis zur Überrundung. Das heißt, wenn Fally gleich schnell war wie im Vorjahr, haben sich Auer und einige andere im Feld ordentlich gesteigert. Die harten, aber fairen Kämpfe machen Lust auf mehr.
Das nächste Rennen ist der 2. ACC Lauf in Mattighofen!







